Wer ist schon Fehler frei? "Niemand"
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Vorwort:

Auf nationaler und internationaler Ebene gewinnt das Thema psychische Gesundheit an Bedeutung. Denn psychische Erkrankungen betreffen in hohem Mass den Arbeitsmarkt und die Sozialpolitik. Die Kosten psychischer Erkrankungen sind für die Betroffenen, den Arbeitgeber und die Gesellschaft als Ganzes enorm und seit Jahren ansteigend. Besonders junge Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen haben es schwer, im Arbeitsleben Fuß zu fassen oder dort zu verbleiben. Mit Maßnahmen zur Förderung der psychischen Gesundheit kann ein Beitrag zur Prävention und Verminderung psychischer Erkrankungen geleistet werden. Die Bevölkerung braucht Wissen  über  psychische Gesundheit und Krankheit sowie 

Behandlungsmöglichkeiten. Dies erleichtert Betroffenen und Angehörigen das Aufsuchen und Annehmen von Hilfe. Denn wenn Menschen mit psychosozialen Belastungen frühe und angemessene Unterstützung erhalten, kann individuelles Leid vermindert werden und es hilft, die volkswirtschaftlichen Kosten einzudämmen. In der Strategie "Gesundheit 2020" des Bundesrates ist die "Förderung der psychischen Gesundheit und Verbesserung der Vorbeugung und Früherkennung psychischer Krankheiten, um die Zahl de Erkrankungen zu reduzieren", Bestandteil des Handlungsfelds "Lebensqualität sichern". Im Ressort Gesundheitsförderung, Prävention und Sucht des Amtes  für Gesundheit nimmt das Thema 

psychische Gesundheit ebenfalls einen großen Stellenwert ein. Das vorliegende Konzept dient als Planung- und Steuerungsinstrument für diesen Bereich. Es benennt Ziele dient und Maßnahmen für unterschiedliche Zielgruppen für die Jahre 2017 - 2020. Im Fokus rasches Erkennen psychosozialer Belastung und niederschwellige Unterstützungsangebote. Die Prävention psychischer Erkrankung ist eine Herausforderung, die eine intensive Zusammenarbeit aller Akteure verlangt - innerhalb und außerhalb des Gesundheitswesens. 

Selbststigmatisierung:

Es ist  nicht jedem gegeben, sich selbst mit einer psychischer Erkrankung zu akzeptieren. Oft wird unterschätzt, wie schwer es dem Betroffenen fällt, sich Selbstwertgefühl zu erhalten oder es gar neu aufzubauen, nachdem er seine psychiatrische Diagnose erhalten hat. Noch schwerer fällt dies dann, wenn der betroffene Mensch dann obendrein in der Psychiatrie behandelt worden ist. Je nachdem, ob er sich mit seiner seelischen Krankheit annehmen kann, geht er dann später mit seiner Erkrankung um: Er stellt sich ihr oder er verleugnet sie. Er kann Hilfe einholen oder annehmen oder nicht. Er traut sich wieder etwas zu oder resigniert. Wir sehen also, dass es wichtig ist für den Gesundungsprozess, ob sich der kranke Mensch für seine Erkrankung verurteilt oder sich und diese auch annehmen kann. 

Vorurteile gegenüber psychisch Kranken:

Psychisch krank? Kann mir doch nicht passieren! So denken viele Leute, doch sprechen die Statistiken eine gänzlich andere Sprache: Die Wahrscheinlichkeit, an einer psychischen Krankheit zu erkranken war bislang noch nie so hoch wie heute. So leidet jeder Dritte einmal in seinem Leben an einer seelischen Krankheit, welche einer Behandlung bedarf. Acht bis zwölf Prozent der Menschen, welche einen Arzt aufsuchen, tun dies aus seelischen Gründen heraus. Laut Weltgesundheitsbehörde gehören zu den zehn Volkskrankheiten, die die Lebensqualität sehr stark beschneiden, immerhin fünf psychische Störung: Depression, Zwangsstörung, Abhängigkeit von Alkohol und Schizophrenie. Seelische Erkrankungen können also jeden von uns treffen. Sowohl Kinder und Jugendliche als auch Erwachsene Menschen.

Die Störung beeinflusst dann das Fühlen und Denken, die Stimmung und das Verhalten des Betroffenen. Wer jedoch wegen seines Verhaltens abweicht von der Norm, den meidet die Gesellschaft, welche den Abweichler im schlimmsten Falle als Bedrohung empfindet. Die Angst, seelisch zu erkranken und in der "Klapse" zu landen, sitzt dabei ebenso tief verwurzelt wie die Furcht davor, sich mit psychisch erkrankten Menschen auseinanderzusetzen. Es ist jedoch nicht die Krankheit allein, welche den Leuten Angst macht, sondern die Vorstellungen, die wir mit der Erkrankung und der Institution Psychiatrie verbindet. Diese Vorstellungen stigmatisieren die Betroffenen und grenzen sie aus dem Leben aus. 

Menschen im Abseits?

Da sich kaum einer traut, offen über seine psychische Erkrankung zu sprechen, machen seelische Krankheiten auch einsam. Die seelische Erkrankten und ihren Angehörigen leiden dann unter den Vorurteilen, Ängsten und falschen Einschätzungen seitens der Gesellschaft. Selbst die Freunde, Bekannten und Verwandten wenden sich gehäuft ab, weil sie nicht wissen, wie sie mit dem Betroffenen umspringen sollen. Seelisch Erkrankte verlieren oft wegen ihrer Krankheit ihre Lehrstelle oder ihren Arbeitsplatz. Daraus ergeben sich dann Isolation, Armut und Vereinsamung. Diese Folgen sind ebenso belastend für die Erkrankten wie die Erkrankung selbst und hindern die Betroffenen daran, gleichberechtigt an der Gesellschaft teilzunehmen. Die Medien spielen dabei eine fatale Rolle und verstärken die Berührungsängste durch verzerrende und undifferenzierte Berichterstattung.

Das ist nur möglich, weil ein Mangel an Informationen vorliegt. Denn wer weiß schon, wie Menschen mit seelischen Erkrankung wirklich leben? Ungleich zu anderen Krankheiten ist das Bild des unberechenbaren und aggressiven Irren weit verbreitet. Dieses Bild ist grundfalsch, da seelisch Erkrankte nicht gefährlicher sind als der Durchschnitt der restlichen Bevölkerung. Ein auffällig aggressives Verhalten tritt dann vermehrt ein, wenn die Erkrankung sehr lange unbehandelt geblieben ist und sich die Lebensumstände des Betroffenen stark verschlechtert haben. 

Selbstmord:

Selbstmord Gedanken sind eine häufige Redaktion auf hohen Leidensdruck. Zu merken, dass jemand im eigenen Umfeld in einer tiefe Krise steckt und an Selbstmord denkt, macht Angst und löst in aller Regel Unsicherheit aus. Was bedeutet diese Gedanke? Wie kann ich helfen? Wenn Menschen über längere Zeit, hohen Leidensdruck ausgesetzt sind und tiefe seelische Krisen durchleben, tauchen manchmal Gedanken auf wie z.b: - Wofür lohnt es sich überhaupt noch zu leben? - Am besten wäre es, nicht mehr da zu sein! - Ich halte das nicht mehr aus! Menschen mit Selbstmord Gedanken wollen meistens (nicht) sterben. Sie suchen einen Ausweg aus dem quellenden Zustand, den sie nicht mehr aushalten. Das eigene 

Leben zu beenden, erscheint ihnen als (einzig) mögliche Lösung. Das ist eine normale menschliche Reaktion. Viele Lebensereignisse können Grund für Selbstmord Gedanken sein: Die Gründe für Lebenskrisen mit Selbstmord Gedanken sind bei jedem Menschen anders. Sehr häufig geht Selbstmord Gedanken ein längeren Leidensweg voraus. Dabei wurden schon viele Dinge zur Verbesserung der Belastungssituation ausprobiert, die aber keine oder kaum Erleichterung brachten. Manchmal tauchen Selbstmord Gedanken auch akut nach einem einschneidenden Lebensereignis auf, ohne dass die Person zuvor schon lange Zeit belastet war (z.B. Stellenverlust, Verlust eines geliebten Menschen und so weiter).

Phasen:

Ein Selbstmord entsteht in der Regel nicht plötzlich von heute auf morgen. Auf eine Phase von subjektiven Belastungs Gefühlen folgt, dass der Selbstmord als möglicher Ausweg in Erwägung gezogen wird. Der Entscheid kann aber nach einem erfolgten Selbstmord nicht mehr rückgängig gemacht werden. Daher folgt eine Phase der Ambivalenz, wo der Betroffene hin und her gerissen ist, ob er den Suizid durchführen soll oder nicht. Bis dahin sind vielleicht Wochen vergangen und ein Suizid wäre eventuell noch mit geeigneten Hilfsmaßnahmen aufzufangen, wenn er rechtzeitig erkannt würde. Wenn der Entschluss aber einmal definitiv getroffen wurde, kann ein Selbstmord oft in einer Klinik nicht mehr verhindert werden.

Auch scheinbar kleine Dinge können einen Selbstmord Gedanken auslösen:

Grosse Schmerzen und unerträglicher Leidensdruck schränken das Denken und Handeln massiv ein. Mit rasenden Kopf oder Bauchschmerzen kann man Probleme nicht gut bewältigen. Dies gilt genauso, wenn die Seele schmerzt. Betroffene können oft kaum mehr einen klaren Gedanken fassen und sich darum auch in ihren Handlungs und Problemlösungs Möglichkeiten stark eingeschränkt. Sie bekommen eine Art Tunnelblick und denken darum in der akuten Krise, Selbstmord sei die einzige Lösung für ihre Probleme. Ich kenne diesen Tunnelblick sehr gut. Ihr Leiden hindert sie daran, Wege aus der Krise zu finden und mit Menschen in Kontakt zu treten, die sie unterstützen können. So kann es geschehen, dass auch scheinbar kleine Vorkommnisse einen Selbstmord versuch auslösen. So wie ein einziger Tropfen, ein volles Fass zum Überlaufen bringen kann. 

Bewältigung von Selbstmord Gedanken:

Solange noch kein definitiver Entscheid getroffen wurde, wird Selbstmord von den Betroffenen meist mit entsprechender Äußerungen angekündigt. Hier gilt die Regel, dass Selbstmord Drohungen ernst genommen, angesprochen und nicht tabuisiert werden sollten. Es ist ein Irrtum von vielen Angehörigen zu meinen, dass ein Gespräch über Selbstmorde diese nur verstärken oder auslösen würde. Selbstmord Drohungen müssen umso mehr ernst genommen werden, wenn in frühen Zeiten schon Selbstmordversuche stattgefunden haben - ob von Betroffenen selbst oder von anderen Angehörigen in der Familien. Bieten Sie den Betroffenen das Gespräch an. Aber versuchen Sie nicht, das Problem alleine zu lösen. Suchen Sie sich Hilfe oder begleiten Sie den Betroffenen zu entsprechender Hilfsstellen wie: Hausarzt, Psychiater, Psychotherapeut, Kliniken, Notaufnahmen etc.

Warnzeichen ernst nehmen:

Weil Selbstmord versuche nicht selten aus scheinbar nichtigem Anlass geschehen, ist es wichtig: - Warnzeichen rechtzeitig wahrzunehmen und sofort darauf zu reagieren! Nicht alle Menschen mit Selbstmord Gedanken (senden) Warnzeichen! Vertrauen Sie also Ihrem Bauchgefühl und sprechen Sie Ihr Gegenüber an. 

Wenn ein Familienmitglied einen Selbstmord begangen hat, hinterlässt das bei den Angehörigen schmerzhafte Gefühle:

Das Leben ist nicht mehr wie vorher. Nach einem Suizid in der Familie reagieren Angehörigen nicht nur mit Trauer und Schmerz, sondern auch mit Ärger, gar Wut oder Schuldgefühlen. Besonders, wenn im Vorfeld der Selbstmord angekündigt, aber nicht ernst genommen wurde. Manche hadern mit sich selber und fragen sich, ob sie den Selbstmord hätten verhindern können. Andere sind vielleicht wütend darüber, dass der Verstorbene ihnen das habe antun können. Wenn Angehörige gar direkt, ohne Ankündigung mit dem Selbstmord konfrontiert waren, ihr Familienmitglied zum Beispiel tot aufgefunden haben, können noch Schockreaktionen oder eine Belastungsstörung dazu kommen. 




Bewältigung nach erfolgtem Selbstmord:

Nach einem erfolgten Selbstmord eines Familienangehörigen haben Sie einen schmerzhaften Verlust zu verarbeiten. Jeder Mensch hat seine eigene Art, wie er trauert und wie er den Verlust verarbeiten kann. Finden Sie Ihre eigene Form der Trauerarbeit. Reden Sie mit anderen über Ihre Gefühle. Führen Sie zum Beispiel ein Zwiegespräch mit dem Verstorbenen. Schreiben Sie ihm einen Brief und drücken Sie ihm/ihr Ihre Gefühle aus. Verarbeiten Sie Ihre Gefühle und Gedanken in einem Bild oder Kunstwerk. Letztlich wird es darum gehen, dass Sie einen Weg finden, von Ihrem Angehörigen Abschied nehmen un loslassen zu können, so dass Sie trotz allem was geschehen ist, weiterleben können. 

Gründe verstehen:

Sicher fragt man sich, wie das hat geschehen konnte. Die Angehörigen versuchen, die Gründe zu verstehen. Aus der Sicht derjenigen, die sich Selbstmord begannen haben oder es vorhaben, gibt es viele Gründe. Oft ensteht das Gefühl, nicht mehr leben zu wollen aus einer depressiven oder Suchterkrankung heraus. Oder die Betroffenen sind verzweifelt und hoffnungslos über ihre Lebenslage nach Einsamkeit, Belastungen oder Verlusterfahrungen. Der Blick engt sich immer weiter ein. Lösungen oder Alternativen werden nicht mehr gesehen und der Selbstmord bleibt als einziger Ausweg zurück, sich vor unerträglichen Lasten und Leid zu befreien.