Psychische Erschütterungen und alles drum herum.       Wie sie entstehen, mit ihren Spätfolgen!
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Liebe Leserin, Liebe Leser  

Über psychische Erkrankungen zu sprechen, fällt den meisten nicht leicht. In meiner Kinder & Jugend Jahren wurde mir schon sehr früh gesagt, das ein Junge nicht Weinen darf! Warum darf ein Junge den nicht weinen? Fragte ich mal meinen Vater, die Antwort war:

  • Wenn ein Junge weint wird er als Mädchen bezeichnet, und als Schwächling hingestellt! 

Ab sofort unterdrückte ich meine Gefühle, mit gravierende Spätfolgen! Ich hatte in meiner Kinder & Jugendzeit sehr viele Probleme. Ich wäre sehr Froh gewesen, wenn ich eine vertraute Ansprechperson gehabt hätte. Und jemanden der mich einfach mal in den Arm genommen hat.

Psychische Krankheiten werden oft verschwiegen - warum eigentlich?

Über psychische Erkrankungen gibt es viele Vorurteile:

  • Das die Erkrankten selber schuld seien. 
  • Das die Krankheit eine persönliche Schwäche ist.
  • Das die Betroffenen aus Faulheit übertreiben oder sogar simulieren.  

In der Verwandtschaft kannten wir einige die an (Schwermut) Erkrankt waren. Aber über dieses Thema wurde in unsere Familie selten gesprochen. 

Es passiert sowieso nur den anderen - ist dass so?

Gegen außen mussten wir immer die perfekte heile Familie spielen. Die gar nie so perfekt war. Tja es passiert sowieso nur den anderen. Ich dachte dies früher auch jetzt hat es mich selbst erwischt. 

Vorurteile haben verschiedene negative Folgen:

Die Betroffene ziehen sich zurück. Bei mir schon seit der Kinder - Jugendzeit und dauert bis Heute an. Mir wurde jeden Kontakt mit den Schulkameraden - Schulkameradinnen im Privaten untersagt. 

  • Somit konnte ich nie lernen Soziale Kontakten aufzubauen, zu pflegen.
  • Ich fühlte mich wegen der fehlende Liebe schon sehr früh einsam und verlassen.  

Meine Grund-schulischen Kenntnissen waren mangelhaft. Deshalb ging ich in eine Kleinklasse. Zudem durfte ich nicht das 10 Berufsgrundschuljahr absolvieren. Ich absolvierte einige Aufnahmeprüfungen, um eventuell einen Beruf zu erlernen, aber meine Schulischen Kenntnissen waren zu schlecht. Mir wurde schon sehr früh gesagt, dass ich nie zu etwas bringen werde: Ich sei einfach für alles viel zu Dumm! Die Folge davon:

  • Irgendwann glaubte ich, dass ich für alles viel zu Dumm sei! 
  • Deshalb war ich immer nur als Hilfskraft in verschiedenen Berufen tätig. 

Wegen meines Autismus mit Asperger Syndrom bekam ich immer wieder Schwierigkeiten im Berufsleben. Entweder habe ich gekündigt oder mir wurde gekündigt. Erst nach einer Gründliche Abklärung an der UPK - Basel im Jahr 2012 wusste ich nun warum ich immer wieder im Beruflichen sowie im Privaten scheitere. Ich wurde vor der Diagnose im Jahr 2012 von einigen Familienmitglieder ausgrenzt. Diese sinnlose Ausgrenzung hatte meine Psychische Krankheit noch verstärkt. Ich kann mir Heute sehr gut vorstellen, dass einige Familien angehörigen mit mir überfordert waren, denn sie wussten ja auch nicht das ich Autist bin!

Psychische Krankheiten sind sehr häufig:

Wie eine Grippe, kann eine psychische Krankheit jeden treffen. Dabei spielt dass Alter keine Rolle. Fast jede Person macht daher in der Familie, im Arbeits oder Freizeit direkte Erfahrungen mit psychisch Kranken Menschen. Diese sind zum Glück recht gut heilbar, wenn die Behandlung frühzeitig begingt. 

Psychische Krankheiten sind nicht einfach zu erklären!

Viele Faktoren spielen mit, wenn die Psyche aus dem Gleichgewicht gerät: 

  • biologische - psychologische - soziale - spirituelle

Vieles wird auch heute noch nicht vollständig verstanden. Auslöser für eine psychische Krise oder Krankheit ist meist eine Belastungssituation z.b: am Arbeitsplatz, Partnerschaft oder auch in der eigene Familie. Aber auch biologische Veränderungen im Körper können eine psychische Erkrankung auslösen.

Psychische Erkrankungen sind vielfältig. Wie bei den körperlichen gibt es auch bei den psychischen Krankheiten eine sehr große Anzahl verschiedener Krankheitsbilder. Die einzelne Erkrankungen sind zudem bei jedem Mensch jeweils verschieden ausgeprägt.

Warum wird jemand psychisch krank? Wie viele sind noch betroffen?

Das ist nicht ganz klar zu beantworten. Es kann viele verschiedene Gründe geben. Weltweit leidet jede 4 Person an einer psychischer Krankheit. In Deutschland und der Schweiz werden jedes Jahr etwa Dreihundert Tausend Menschen in eine psychische Klinik aufgenommen. Hätten sie das gedacht? Am häufigsten treten Angststörungen, Depressionen auf.

Psychische Krankheiten sind sehr gut behandelbar!

Bei vielen Menschen tritt eine psychische Erkrankung nur einmal im Leben auf. 

  • Es stimmt also nicht, dass jemand der einmal krank war, dies für den Rest seines Lebens bleibt. 

Je nach Krankheit und dem Schweregrad unterscheidet sich die Behandlung. Häufig wird jedoch eine Kombination von Psychotherapien und Medikamenten angewendet. Auch Angehörigen Beratung ist meistens hilfreich. 

  • Je früher die psychische Erkrankung erkannt und behandelt wird, desto grösser ist der Erfolg. 

Sprechen wir darüber das hilft:

Nur wenn auch offen über psychische Erkrankungen gesprochen wird, kann ein angemessene Umgang damit gefunden werden. Als Mann hatte ich sehr große Hemmungen überhaupt Hilfe zu holen. Denn mir wurde ja schon in der Kindheit eingeimpft ein Junge darf nicht weinen! Heute muss ich sagen: Ich bin sehr Froh habe ich Hilfe geholt. Ein Mann darf weinen, es ist natürlich und gehört zum Leben wie (Furzen). Mit dieser Homepage:

  • www.wenn-die-psyche-uns-fordert.ch 

will ich den betroffenen aufmuntern, sich Professionelle Hilfe zu holen.

  • Es hat keinen sinn sich hinter der Krankheit zu verstecken!

Erst als ich in die Jahrelanger Psychotherapie ging, konnte ich langsam auch zu meiner Psychischen Krankheit stehen. Es brachte mein Leben wieder auf die richtigen Bahnen. Heute arbeite ich in einem Geschützten Rahmen in meiner Wohnregion. 

  • Nehme sie sich die Zeit und holen sie sich Professionelle Hilfe! 

Ängste gehören zum Leben!

Auch wenn sie unangenehm sind, so sind sie doch wichtig, denn sie warnen uns vor Gefahren. Ich war froh darüber dass ich in gewissen Situationen Angst hatte. Diese Angstzustände haben mir mal, vor einem Grösseren Finanziellen Schaden beschützt! Bei Menschen mit Angsterkrankung gerät die Angst außer Rand und Band und tritt völlig ungefährlichen Situationen auf, z.B. Ich war mit meiner Mutter Spazieren als ein Heißluftballon auf dem Feld landen möchte. Ich bekam eine solche Panische Angst das ich fast nicht mehr Laufen konnte.  




Wenn der Körper immer in Alarmbereitschaft ist hat dies Folgen:

Verspannungen - Schlafstörungen - Verdauungsprobleme - Isolation 

Panikattacken, Phobien und weitere Formen von Angst kurz erklärt:

Es gibt unterschiedliche Formen von Angst. Menschen mit Panikstimmungen geraten unvermittelt in Todesangst. Menschen mit einer Phobie haben Angst vor bestimmten Objekte oder einer Situation z.b: vor Spinnen, Mäusen. Sie versuchen der Angst möglichst aus dem Weg zu gehen, was je nach Angst den Alltag recht stark beeinträchtigt. Als Soziale Ängste bezeichnet man die Angst, vor anderen Menschen negativ aufzufallen. Die Angst wird zum ständigen Begleiter.  

Angsterkrankungen werden immer noch zu wenig erkannt!

Viele Hausärztinnen und Hausärzte konzentrieren sich vor allem auf die körperliche Symptome. Der Betroffene kommt nicht auf die Idee seine Angst dem Arzt oder Ärztin anzusprechen. Sie denken, die Ängste gehören einfach zum Leben. Ist die richtige Diagnose erst mal gestellt, so lassen auch die Angsterkrankungen gut behandeln. Ich hatte vielmals Angst vor der Angst. 

Depression

Depressionen sind häufig und verursachen großes Leid. Hauptkennzeichen sind eine:

  • anhaltende oder wiederkehrende traurige Verstimmung
  • das Gefühl innere Leere
  • Denk-, Konzentration- und Schlafstörung. 
  • Depressive Menschen verlieren die Freude und das Interesse am Leben. 
  • Alltägliche Aufgaben, berufliche Verpflichtungen, Freizeitaktivitäten und soziale Kontakte werden schwierig zu bewältigen, alles wird zu viel. 

Das falsche Vorurteil, dass es den Betroffenen einfach am Willen und an Selbstdisziplin fehle, ist leider weit verbreitet. Ich bin selbst an einer Chronischer Depression erkrankt, und kenne die oben genanten Symptome. 

Depressionen haben unterschiedliche Schweregrade.

Manche Menschen haben in ihrem Leben nur einmal eine Depression, die zwischen drei Monaten und zwei Jahren dauern kann. Andere wiederum erkranken mehrmals und wieder andere sind:

  • chronisch depressiv, sowie ich. 

Zudem wird auch nach Schweregrad unterschieden: 

  • Es gibt leichte Depressionen, die von außen meist nicht erkennbar sind.
  • Mittelschwere Depressionen führen oft dazu, dass man die Erwartungen des Umfelds nur noch teilweise erfüllen kann.
  • Bei schweren Verläufen können die Betroffenen kaum mehr etwas bewältigen.


Burnout und Bipolare Störung als Sonderformen.

Das in den Medien stark beachtete Burnout wird oft in Zusammenhang mit Überlastung am Arbeitsplatz gebracht. Der Zustand des Ausgebrannt seins entspricht häufig einer Erschöpfung Depression. Eine weitere Sonderform ist die Bipolare Störung, bei der sich depressive Phasen mit manischen Episoden abwechseln, in welchen die Betroffenen voll überschäumendem Tatendrang sind. Dabei verlieren sie oft den Realitätsbezug.