Wer ist schon Fehler frei? "Niemand"
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Liebe Leserin, lieber Leser

Über psychische Erkrankungen zu sprechen, fällt den meisten nicht leicht. Vor allem Männer haben damit  mühe, überhaupt Hilfe zu holen. Viele von ihnen konsumieren Suchtmittel, um das Ellend zu überdecken. Gefühle zeigen kann, auch zur Psychischen Gesundheit beitragen. Schon nur die Anwesenheit einer Person die zuhört, kann Wunder wirken. Was eine betroffene Person nicht hören möchte, sind Vorwürfe! Sie werden viel zu schnell Verurteilt. Mit der Schubladisieren von Kranken Menschen habe ich sehr Mühe! Es sind nicht immer die: "Gesunden" wo Vorurteilen gegenüber Kranken haben. Es gibt auch: "Psychisch Kranke" - "Behinderte" die teilweise sehr brutal Kritisieren, Verurteilen und den anderen, das Leben 

schwer machen. Ein Falsches Wort, und alles was vorher war, ist nichts mehr wert. Nachdem sehr vieles Positives erleben durften z.b: Einkauf im Ausland, Konzert Besuche, Möbel zusammen Schrauben, Unterstützung in der Trauer - PC / Reparaturen usw. Der Kontakt wird abgebrochen, ohne jemals ein Klärendes Gespräch zu führen. Dieses verhalten hat sehr viel mit ihrem Krankheitsbild zutun. Für mich brach damals eine Welt zusammen. Heute weis ich: Sie machen es bei jedem so! Es hat nichts mit mir persönlich zutun!  

Lass mal gut sein!

  • Wer nachtragend an alten Streitigkeiten festhält, wird oft von psychischer, später nicht selten gar von physischer Marter zerfressen. Das muss und darf nicht sein!

Wenn mir ein Fehler passiert, quält mich das nächtelang. Wie schaffe ich es, mir zu verzeihen?

Wenn wir Fehler machen, sind wir enttäuscht, traurig, beschämt, fühlen uns schuldig. Meist reagieren wir stärker, wenn die Folge unseres Fehlers gravierend oder unumkehrbar ist. Einige fühlen sich bereits bei kleinsten Fehler sehr schuldig, leiden stark und über lange Zeit. Andere reagieren nur bei einzelne Fehlern stark. "Es gibt Menschen, die wenig oder gar nichts spüren, auch bei gravierenden Fehler, die anderen viel Leid verursachen". Sie gelten als asozial oder dissozial.   

Ohne Fehler geht es nicht:

Früh in der Kindheit lernen wir, Fehler zu vermeiden. Fehler im Schulheft werden rot angestrichen. Noch schlimmer sind moralische Fehler. "Fehler, Enttäuschungen, Scheitern gehören aber zum Leben, nur so lernen wir". Wir hätten nie laufen gelernt, wären wir nicht 599 mal gestürzt. Sich mit einem Fehler auseinanderzusetzen ist wichtig, mann soll ja daraus lernen. 

Der normale Lauf der Dinge:

Nach einem Fehler, für das wir uns schämen, haben wir negative Gefühle. Das ist normal. Negative Gefühle sind genauso wichtig wie positive für die psychische Gesundheit. Viele von uns haben aber eine so große Angst vor den Scham- und Schuldgefühlen, dass sie viel Kraft investieren, ja keine Fehler zu machen! Das funktioniert erstens nicht besonders gut und macht zweitens sehr müde. Zudem fehlt solchen Personen die Erfahrung, dass Schuld- und Schamgefühle abklingen. Es heißt auch, zu akzeptieren, dass wir Fehler nicht ungeschehen machen können. Auch wenn wir dadurch eine "Partnerschaft / Freundschaft" verloren haben. 

Ursachen und Effekt sauber trennen:

Es gibt Menschen, die sich nicht verzeihen können. Sie nehmen die Schuld auf sich für Sachen, die nicht viel mit ihnen zu tun haben. Wenn ich etwas als meinen Fehler erachte, hätte ich es ändern können. Diese Selbsttäuschung ist manchmal einfacher auszuhalten, als sich einzugestehen, dass wir auf gewisse Sachen im Leben keinen Einfluss haben. Sehr klar zeigt sich das in der Trauer. 

  • Wenn wir unerwartet uns nachstehende Person verlieren, suchen wir häufige etwas, dass wir hätten anders machen sollen, damit die Person nicht gestorben wäre. 

Im 1. Arbeitsmarkt:

Ich Arbeitete vor meiner Erkrankung in verschiedenen Berufen: Hilfsschlosser, Pflegehilfe, Chauffeur, Security und bekam den steigende Leistungsdruck in unsere Moderne Gesellschaft voll zu spüren. Aus Kostengründen müssen die Mitarbeiter/in die gleiche Arbeiten erledigen, was vorher aufgeteilt war. Bei längeren Krankheits absenzen, müssen die betroffene mit der Kündigung rechnen. Nach meiner Kündigung, hatte ich sehr große Existenz Angst. Wie geht es weiter? Wie schreibe ich eine Bewerbung? Wo bekomme ich Unterstützung? Ich fühlte mich Total überfordert mit dieser Situation.  

Regionale Arbeits Vermittlung: 

Ich nahm die Kündigung locker entgegen. Ich war sehr überzeugt, sofort wieder eine Neue Arbeitsstelle zu finden. Ich musste jeden Monat 12 Bewerbungen nachweisen. Nach einem Jahr verschwand langsam meine Hoffnung, und die Standardisierte Absagen lies ich überhaupt nicht mehr. Der Druck vom RAV - Berater/in nahmen zu. Mir wurde ein 6 Monatiges Beschäftigungsprogramm angeboten. Somit hätte ich vielleicht eine bessere Chance überhaupt eine Arbeitsstelle zu finden. Die Rahmenfristen der Taggelder wurden immer weniger Monat für Monat. Eine Aussteuerung drohte, somit auch ein gang aufs Sozialamt! Ein Monat vor der Aussteuerung fand ich eine Teilzeitstelle. In den Winter Monaten musste ich zum 

Teil von der Sozialhilfe unterstützt werden. Im Ländlichen Dorf nicht gerade einfach. Aber meine Sozialarbeiterin war sehr Freundlich, und unterstützte mich wo sie nur konnte. Das RAV ist eigentlich nur eine Kontrollstelle. Um Gelder von der Versicherung zu erhalten, gibt es klare Regeln. Die wurden von Jahr zu Jahr verschärft um Missbräuche zu verhindern. Bei nicht erfüllen der Pflichten drohen happige Einstelltage, wo zu weitere Finanziellen Schwierigkeiten führen können.  

Schwierige Stellensuche: 

Ich war immer wieder von der Stellenlosigkeit betroffen. Entweder habe ich aus "Frust" gekündigt, oder mir wurde "Gekündigt". Nach einigen Beschäftigungsprogramme sah das RAV mich als Harter Fall an, mich überhaupt noch in den 1 Arbeitsmarktes einzugliedern. Eine IV- Anmeldung wurde gemacht.

Wie soll ich mich entscheiden?

Meine Psychiaterin war in der Meinung, ich sollte der Realität ins Auge sehen, dass für mich nur noch einen Geschützen Arbeitsplatz in Frage Kähme. Mein Hausarzt war in der Meinung, ich könnte doch weiterhin im 1. Arbeitsmarktes eine Stelle finden, anstatt in einer "Tubeli Werkstätte" den ganzen Tag Holz zu schleifen. Ich stand da, und wusste überhaupt nicht mehr, was ich machen sollte!  

IV - Stellenvermittlung:

Zweimal nahm  ich die "Stellenvermittlung von der Invalidenversicherung" in Anspruch. Nach 150 Bewerbungen, vor allem Spontane, konnte ich mich endlich Vorstellen gehen, mit dem Jobcoach. Beim persönlichen Gespräch sagte der Personalchef / Firmeninhaber er wäre schon bereit mich Einzustellen, aber nur wenn die IV- sich bereit erklärt, die Risiken für einen Rückfall zu übernehmen! Sie hätte schon mal ein IV- Rentner Eingestellt, der später 2 Jahre lang von der Krankentaggeldversicherung lebte. Seine Mitarbeiter wären nicht mehr bereit, höhere Beiträge in die Krankentaggeldversicherung zu Bezahlen für solche "Faulenzer" Wir beide sassen Sprachlos da!    

Das aha Erlebnis:

Meine Psychiaterin schickte mich zu einer Gründliche Untersuchung an die: Universitäre Psychiaterische Klinik Basel (UPKB). Im Jahr 2012 wurde mir dann diese Diagnose gestellt dass ich "Autist" bin, mit "Asperger Syndrom". Das ist eine Persönlichkeitsstörung im zwischenmenschlichen bereich. Diese Krankheit bricht meistens aus wenn ich über meine "Kräfte" hinaus gehen. Bei längeren "Stress" am Arbeitsplatz sowie Überforderungen durch die Kollegen/in. Ich lernte in Verhaltens Therapien, wie ich mit den Leuten umgehen kann, ohne dass es zu Katastrophe kommt. Beinahe hätte ich sogar meine eigene Familie verloren! 

Schnuppern in einer Geschützten Werkstätte:

Ich ging mit gemischten Gefühlen 14 Tagen in einer Werkstätte Schnuppern. Ich konnte mich überzeugen, das nicht den ganzen Tag "Holz" geschliffen wird. Bei der Auswertung, erfuhr ich meinen Stundenlohn. Ich würde pro Stunde "CHF 5.20" bekommen. Ich glaubte nicht richtig gehört zu haben, fühlte mich regelrecht verarscht. Meine Psychiaterin fragte mich, wie es so gegangen war? Ich sagte für diese "CHF 5.20"  ginge ich sicher nicht in eine solche Werkstätte. Die Psychiaterin war entsetzt, ich sollte mal vom hohen Ross herunter kommen. Geld sei nicht alles. Hauptsache ich hätte eine Tagesstruktur. Ich war so entsetzt, über ihre Meinung, das ich die Psychiaterin wechselte. Heute muss ich sagen: "sie hatte recht!"  

Das Betreuungs Paket muss stimmen: 

Es gibt so viele Geschützte Werkstätte in der Schweiz. Die Plätze sind wegen den Sparmaßnahmen rar. Einige Werkstätten kämpfen ums überleben. Je nach Krankheit braucht jemanden mehr, der andere weniger Betreuung. Aus meiner Erfahrungen, sparen einige Werkstätten an Betreuer/in um die Kosten im Griff zu halten. Dies zeigt sich bei der Qualität der Arbeit wieder, weil sie die Klienten machen lassen. Andere Werkstätten haben, genügend Betreuer/in, aber die sind meistens sehr überlastet. Sie lassen die Qualität nie aus den Augen, was sich in der Auftragslage der Werkstätte wiederspiegelt. 

Auch Behinderte verlieren ihre Stelle:

Geschützen Arbeitsplätze heißt nicht, das man seine Stelle nicht verlieren kann. Die Konkurrenz unter den Werkstätten ist sehr groß. Eine Geschützte Werkstätte muss wegen zuwenige Aufträge 60 Stellen abbauen, darunter sind auch 30 Angestellte mit einer körperlichen Behinderung. Wegen den Jährlichen Sparmaßnahmen könnte es einigen Werkstätten ähnlich gehen, wenn sie schlechte "Qualitätsarbeiten" abliefern.