Psychische Erschütterungen und alles drum herum.      Wie sie entstehen, mit ihren Spätfolgen!
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Zahlt die IV den Wiedereinstieg ins Berufsleben?

Ja, die Invalidenversicherung hat verschiedene Möglichkeiten, sie bei Ihrem vorhaben zu unterstützen. Die IV - Stelle kann Ihnen einen Testarbeitsplatz organisieren. Begleitet von einer Fachperson der IV, finden sie so heraus, wie viel und in welchem Umfeld sie arbeiten können. Wenn eine Firma einen Testarbeitsplatz anbietet, kann sie dafür durch die IV entschädigt werden - maximal zwei Jahre lang. Falls sich kein Arbeitgeber findet, testet die IV Ihre Erwerbsfähigkeit in einer speziellen Institution. 

Belastbarkeit trainieren:

Wenn sie lange von der Arbeitswelt weg waren, ist eine Integrationsmaßnahme möglich. Dabei wird Ihre Belastbarkeit trainiert und aufgebaut. Sie erhalten eine Tagesstruktur und trainieren die Leistungsfähigkeit. Oft gibt dabei die IV den Eingliederungsplan detailliert vor. Das kann leider insbesondere psychisch kranke Menschen stressen und hemmen. Wenn die Eingliederung erfolgreich verläuft und die IV - Rente reduziert oder aufgehoben werden kann, werden sie und ihr Arbeitgeber noch weitere drei Jahre lang durch die IV begleitet und beraten. 

 Testarbeitsplatz z.b: Küche & Service 


Arbeitstraining in einer Geschütze Werkstätte 

Plötzlich arbeitslos!

Allerdings heißt "erfolgreiche Eingliederung" aus der Sicht der IV nicht, dass Sie auch eine Arbeitsstelle haben müssen. Es bedeutet lediglich, dass sie fähig sind, wieder zu arbeiten. Unter Umständen könnten sie also nach der Eingliederung ohne Stelle dastehen und auf die Arbeitslosenversicherung (RAV) angewiesen sein. Je nach Kanton fällt die Hilfe und Begleitung durch die IV bei der Eingliederung sehr unterschiedlich aus. Damit sind die Eingliederung chance für behinderte Menschen nicht nur von ihrer Arbeitsfähigkeit, ihrer Motivation und den Möglichkeiten des Arbeitsmarktes abhängig, sondern leider auch davon in welchem Kanton sie wohnen!

Ist es verboten, das Gespräch mit dem IV - Gutachter aufzunehmen?

Ich habe die IV - Begutachtung heimlich aufgenommen und die Aufnahme an die IV weitergegeben. Jetzt drohen mir die Gutachter mit einer Anzeige. Habe ich mich strafbar gemacht?

Nein, nur im nicht öffentlichen Bereich sind Tonaufnahmen ohne Einwilligung verboten!

Die soll die Privatsphäre der Gesprächsteilnehmer geschützt werden. Gutachter der Invalidenversicherung gelten aber nicht als Privatpersonen, denn sie werden von der IV beauftragt. Und weil die IV eine Behörde ist, unterstehen ihre Aufträge nicht den privaten Gesetzen, sondern den öffentlichrechtlichen Bestimmungen. Somit handeln die Gutachter als Amtspersonen. Damit die Begutachtung ist demnach kein privates Gespräch zwischen Ihnen und dem Gutachter. Es handelt sich vielmehr um eine ärztliche Untersuchung im öffentlichen Interesse. 

Das Ergebnis dient ja dazu, heraus zu finden, ob Sie IV- Leistungen zugut haben oder nicht. Und nicht zuletzt müssen es die Versicherten beweisen können, wenn sie sagen, dass im Gutachten eine falsche Aussage steht. Doch ohne Tonaufnahme oder wortwörtliche Protokollierung mit anschließender Unterschrift aller Beteiligten gelingt dieser Beweis nicht. Mit einer Tonaufnahme der Begutachtung verschaffen sich die Versicherten gleich lange Spieße für die Beweisführung. 

Aufnahmen sollten Standard sein

Es ist daher fragwürdig, weshalb von Gutachten der Invalidenversicherung nicht standardmäßig Tonaufnahmen gemacht werden. Dies würde allen Beteiligten Beweissicherheit verschaffen. Zudem diese in anderen Bereichen des öffentlichen Rechts üblich sind, Einvernahmen von Zeugen bei der Staatsanwaltschaft sind nur ein Beispiel dafür. Sie haben sich also nicht strafbar gemacht, sondern sich lediglich ein längst fälliges Recht eingeholt. Das Gesagte gilt im Überigen für alle Gutachtern, die im Auftrag einer Sozialversicherung erstellt werden. Nicht aber für Gutachten für Privatversicherungen, z.B: Krankentaggeld Versicherungen.