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Frühkindliche Sexualität / Das schöne Gefühl dabei!


Ein Stofftier zwischen die Beine pressen, den Unterleib an der Tür kante reiben: 

Kleinkinder suchen sexuellen Reize. Das kann Eltern manchmal in Verlegenheit bringen. Der zwei jährige Leo reibt seinen Unterkörper am Teddy und scheint alles um sich herum zu vergessen. Seine Eltern sitzen einen Meter entfernt beim Kaffee mit der Nachbarin. Sie finden das, was ihr Kleiner da gerade treibt, nicht so toll. Viele Eltern kennen solche Szenen, manchmal greifen sich 

Kinder während des Gewickelts werden zwischen die Beine, manchmal rutschen sie unter den Blicken anderer an der Busstange auf und ab oder bleiben beim Klettern auf dem Spielplatz auffällig lange auf der Kante der Rutschbahn sitzen. So viel vorweg: 

"Dieses Verhalten ist sogar wichtig für eine positive Entwicklung des Körpers und des Selbstwert-     gefühls".                   

Im Alter von zwei bis drei Jahren beginnen Kinder, sich aktiv zu stimulieren. Erwachsene müssen dabei ihre Vorstellung von Sex und Selbstbefriedigung aber ausblenden. Anders als bei Pubertierenden oder Erwachsenen sind die Ausdrucksformen kindlicher Sexualität egozentrisch, spontan und nicht zielgerichtet. Mit anderen Worten: 

"Kinder wollen sich einfach nur wohlfühlen und das schöne Gefühl genießen".


Und dabei spielt es auch keine Rolle, ob sich noch andere Menschen im Raum befinden. Das anerzogene Schamgefühl zeigt sich bei Kinder nämlich erst im Alter von ungefähr sieben Jahren. 

Die Lust ausleben - aber diskret:

Wie aber sollen Eltern reagieren, wenn sie es als störend empfinden, dass ihr Kind seine Lustgefühle auslebt? Sie sollen es auffordern, sich ins Kinderzimmer oder in die Spielecke zurückzuziehen. Dabei sei es wichtig, von den eigenen Gefühlen zu sprechen und dem Kind zu erklären, dass sei Verhalten den Erwachsenen unangenehm sei. 

Besteht da nicht die Gefahr, dass das Kind Scham entwickelt? Doch, aber es lerne auch, dass das, was ihm gefalle, nicht allen gefalle, und dass es so etwas wie Grenzen und Privatsphäre gebe. Auf keinen Fall jedoch dürfte man dem Kind die schönen Gefühle verbieten. Denn mit dem Erkunden des eigenen Körper lernen Jungen und Mädchen zu spüren, was sie mögen und was nicht. 

Allerdings braucht es Regeln:

Im Alter von drei bis fünf Jahren wenn die Neugier auf andere Kinder erwacht und "Dökterle" bei den Kinder ein beliebtes Spiel wird. 

 Umgang mit "Doktorspielen" Film 3:55



Die Botschaft lautet: Mach nur, was du magst. Sag Nein, wenn du etwas nicht willst!

Das steigert das Selbstwertgefühl und ist nicht zuletzt eine Grundvoraussetzung zur Prävention gegen sexuellen Missbrauch. Diese Spielregeln sind ein wichtiger Schritt in der Entwicklung eines Kindes zu einem sozialen Wesen, das Verantwortung übernimmt und auch die Grenzen des Gegenübers respektiert.