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Immer wieder drohen Betroffene mit Suizid 


Im Moment sind all unsere Mitarbeitenden besetzt, tönt es vom Tonband der Anlaufstelle Kescha. Seit 2017 können sich dort Personen melden, die im Zusammenhang mit der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörden (KESB) Fragen oder Probleme haben. Das Interesse ist seit dem Start ungebrochen hoch. Nach dem Fall Flaach, wo eins Mutter aus Verzweiflung ihre Kinder tötete 

und die KESB zum Feindbild wurde, ortete er auch im Kindes- und Erwachsenenschutz Verbesserungspotenzial. 

Hilfesuchende haben schon vieles versucht:

Jede Woche besuchen gegen 2000 Personen die Webseite der Beratungsstelle, rund 20 Fälle kommen via E-Mail herein, 70 per Telefon. Die meisten Hilfesuchende haben zuvor vergeblich versucht, die Situation mit der KESB, Anwälte oder Mediatoren zu lösen. "Entsprechend hoch ist das Konfliktpotenzial, wenn sie an uns gelangen". 

Immer wieder sind die Betroffenen so verzweifelt, dass sie mit Suizid drohen, sollte sich ihre Situation nicht bald verbessern. Dass die Anrufer derart emotional auftreten, sei verständlich. Eltern, die im Extremfall ihr Kind plötzlich nicht mehr sehen dürfen, fühlen sich wie im freien Fall. Unter den Hilfesuchende gibt es klassische Beispiele: 

  • Mütter, die angeben, der Vater zahle zu wenig Unterhalt. 
  • Oder Väter, die angeben, die Mutter enthalte ihnen das Kind vor. 

Der Konflikt entsteht meist zwischen den Angehörigen selbst. Die Entscheide der KESB sind in der Regel korrekt. Trotzdem werde man die Praxis der Behörde weiterhin genau im Auge behalten.